03.07.2011
Die vorerst letzte Nacht habe ich in einem sehr schönen Hostal in Arica verbracht. Vor dem Eingang befand sich eine Rasenfläche, daneben eine schöne Sitzgruppe wo ich bei herrlichem Wetter den Nachmittag an meinem Computer verbrachte. Ich bin schön Essen gegangen, ich glaube, das war das erste Mal seit Monaten, bei einem Chinesen.
Als der Abend begann, zogen dunkle Wolken auf und es begann langsam etwas zu nieseln was aber dann im Laufe des Abends als starker Regen herausstellte. Ich genoss den Regen, genoss das Geräusch des Plätschern auf dem Flachdach. Kaum war ich eingeschlafen, wurde ich durch - ich weiß nicht, wie ich das nennen soll - es war als ob eine Spinne über mein Gesicht läuft wach, ich versuchte sie wegzuwischen und meine Hand wurde nass. Er regnete rein! Es regenete auf mein Gesicht, es regnete aufs Bett, es regnete auf Schrank und Fußboden. Mit Toilettenpapier versuchte ich “den Fluten” Herr zu werden, rückte das Bett von der Wand um so dem Rinnsal, der die Wand runterlief, zu entgehen. Wie mir am Morgen gesagt wurde, soll es der schlimmste Regen seit - die Angaben variieren zwischen 15 und 20 Jahren - gewesen sein. Zu erwähnen ist, das Arica bekanntlich in der trockensten Wüste der Welt, in der Atacama Wüste liegt.
04.07.2011
Nach dem “Frühstück” ging es mit einem Collectivtaxi zum Busterminal nach Arica, zum Preis von 3000 Peso, etwa 4,50 Euro, ging es dann durch einen Teil der Atacamawüste, etwa 60 Kilometer nach Peru, nach Tacna. In Tacna nahm ich mir dann im Hostal “Costa Verde” was ich schon von meinem Besuch 2010 kannte, es ist verhältnismäßig sauber ( es gibt aber keine Toilettenbrillen ) und preisgünstig, eine Übernachtung 30 Sol, etwa 12 Euro, ein Zimmer. Danach machte ich meinen Spaziergang durch die Stadt, natürlich zum Plaza de Armas, durch kleine hübsche Seitenstrassen und natürlich auch durch viele hässliche Strassen. Eben typisch südamerikanisch, das ist das, was ich mag, was ich liebe. Erwähnen will ich noch, dass hier jetzt Winter ist, die Tagestemperaturen liegen zwischen 16 und 18 Grad, die Leute laufen schon - wenn sie es sich leisten können - vermummt rum, dicke Jacken, Handschuhe und Schals. In einem kleinen “Einkaufszentrum” habe ich herrlich und auch wieder sehr günstig gegessen und mich toll mit den Wirtsleuten unterhalten. Sogar gelacht haben wir und das soll etwas heißen bei meinen Spanischkenntnissen. In einem kleinen “Cafe” habe ich dann noch einen Kaffee getrunken und mich auch nett mit der Bedienung unterhalten, sie hat mich eingeladen zum Kaffee wenn ich morgen zum Frühstück komme. Als es dann gegen 17.00 Uhr begann dunkel zu werden, bin ich lieber wieder ins Hotel gegangen, Peru bei Nacht, das muss nicht unbedingt sein. Ich glaube, dass ich auch in dieser Stadt leben könnte, sogar mit meiner “kleinen Rente” würde ich hier auskommen. Wer weiß, wohin Gott mich noch führt. Aber zuerst führt er mich morgen nach Lima. Mein Flug geht um 14.10 Uhr, Ankunft in Lima etwa 15.50 Uhr, aufgrund der Fluglänge nehme ich an, dass ein Zwischenstop in Arequipa geplant ist.
05.07.2011
Natürlich bin ich etwas vom Wetter in Arica verwöhnt gewesen. Arica, die Stadt des ewigen Frühlings, viel Sonne und jetzt? In Lima "regnet" es, bei 17 Grad, regnen ist vielleicht übertrieben, als ich gestern, nach einem für mich turbulenten Flug in Lima ankam, hat es genieselt und es nieselt zeitweise immer noch. Der Himmel ist bedeckt, mal sehen, wie ich den Tag verbringe.
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