Sonntag, 12. Oktober 2014

Mancora

Langsam neigt sich meine Zeit in Mancora dem Ende zu. Am 27.10.2014 werde ich mit dem Bus über Guayaquiel nach Portoviejo ( Ecuador ) fahren. Geplante Reisezeit wieder etwa 11 Stunden.
Mancora ist ein Ort an dem ich leben könnte, die Menschen sind überwiegend freundlich, das Wetter ist fast immer schön, wenn ich aufstehe ( 08.00 Uhr ) haben wir hier etwa 24 Grad und die Sonne scheint bis etwa 18.00 Uhr. Die Tagestemperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad.
Ein Ort an dem es keine Ampel und keinen markierten Fußgängerübergang gibt. Die Geschäfte haben täglich geöffnet und die Preise sind angenehm. Ich bezahle für ein Frühstück mit Rührei, 2 Brötchen, eine Tasse Kaffee und einen frisch gepressten Saft umgerechnet etwa 1,60 Euro, ein Mittag- oder Abendessen kostet ab 2,00 Euro mit Vorspeise und Getränk. Für ein gutes Essen mit gaaanz frischen Langusten / Lagostinos / Gambas bezahlt man umgerechnet etwa 4,00 Euro. Eine Übernachtung mit Dusche und Fernseher kostet hier etwa 20 Soles, das sind umgerechnet etwa 5,60 Euro. Hier kann ich sogar mit meiner Minirente gut leben. Vielleicht kehre ich eines Tages nach Mancora zurück, wer weiß.
Mancora, obwohl Touristenstadt mit 7000 Einwohner ist ein armes Dorf, manche Menschen leben in einfachen Hütten ohne Fußboden und Strom. Es gibt hier große Bäume wo eine Art Bohne wächst. Die heruntergefallenen Bohnen werden am Abend eingesammelt und entweder so gegessen oder wahrscheinlich auch gekocht.
Der Straßenverkehr ist schrecklich hier. Die Hauptstraße ( Panamericana) ist eine Verbindungsstraße die nach Ecuador führt. Stündlich befahren die Busse aus ganz Peru kommend und der gesamte Verkehr diese Straße. Schrecklich sind auch die sogenannten Mototaxis – ich schätze dass es davon alleine hier in Mancora bis zu tausend Stück gibt -, ( genau 642 registrierte Mototaxis ) denn wie ich festgestellt habe, sind die Peruaner ziemlich „lauffaul“, jeden Meter fahren sie mit dem Mototaxi. Als ich mal fragte, wo ein bestimmtes Lokal ist, wurde es mir beschrieben und gesagt, dass ich ein Mototaxi nehmen soll weil es doch weit weg ist. Der Fußweg zu diesem Lokal dauerte etwa 5 Minuten.
Man muss auch schrecklich aufpassen wenn man die Fußwege benutzt denn es gibt keine einheitliche Höhe derselben. Mal ist er eben, dann wieder bis etwa 20 Zentimeter höher oder tiefer.
Aber trotzdem gefällt es mir hier super, ich liebe das Leben hier, die Musik, ich mag die Menschen mehr oder weniger, ich liebe es, am Abend bei etwa 23 Grad draußen zu sitzen und die Menschen zu beobachten. Am 05.10. war hier Wahl und schon eine Woche vorher waren hier die Umzüge der verschiedenen Parteien. Man kann sie vergleichen wie unserem Karneval in Deutschland. Geschmückte Wagen voll besetzt mit Leuten, laute und fröhliche Musik.
Der Strand ist herrlich und angenehm sauber, an manchen Stellen gibt es reine Palmenwälder.
Ich werde Mancora verlassen mit einem etwas traurigem Gefühl denn ich mag es.

    

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