Montag, 3. November 2014

Manta und Portoviejo

Ecuador, Portoviejo und Manta
Im Oktober 2014 lief meine Aufenthaltsgenehmigung für Peru ab sodass ich mich – auch wegen der „Kälte“ in Lima entschloss - , im September noch einen Monat nach Mancora zu fahren um dort noch etwas das herrliche Wetter zu genießen.
So blieb ich bis zum 24 Oktober in Mancora und fuhr anschließend mit dem Autobus nach Portoviejo, nahe der Hafenstadt Manta in Ecuador. Über Facebook hatte ich dort eine Freundin kennen gelernt die zusagte, mir bei der Zimmersuche behilflich zu sein.
Ein ungutes Gefühl erfasste mich, als sie mir in der Nacht meiner Abreise aus Mancora eine Mail schickte in der sie mir mitteilte, dass ich mir noch eine Matratze besorgen müsste.
Also fuhr ich mit dem Bus in ca. 6 Stunden von Mancora nach Guayaquil und mit einem weiteren Bus in ca. zwei Stunden nach Portoviejo. Dort angekommen holte mich meine Facebookbekannte vom Busbahnhof ab und wir fuhren erst einmal in ihre Wohnung denn meine Zimmerbesichtigungen sollten erst am Nachmittag stattfinden. Jetzt stellte sich auch heraus, warum ich mir eine Matratze besorgen sollte. Da Portoviejo kein Touristenort ist, gab es da auch keine möblierten Zimmer zu mieten. Also ging ich erst einmal für zwei Tage in ein Hotel.
Um es abzukürzen, ich lernte ein sehr nettes Ehepaar kennen, Klaus und Dany, er Deutscher, sie aus Ecuador, die in der Nähe der Universität ein Neubau mit kleinen Appartements hatten um diese an Studenten zu vermieten. Obwohl mir Portoviejo nicht besonders gefiel wollte ich hier einen Monat bleiben. Klaus und Dany waren sehr nett und stellten mir ein Bett, Tisch und Stuhl in das Zimmer sodass ich fast „komplett“ eingerichtet war.
Ich blieb fast drei Monate weil es mir nach einiger Zeit doch sehr gefiel und ich hier sehr nette Leute kennen gelernt habe. Ich bin jetzt fast 6 Jahre - mehr oder weniger - in Südamerika unterwegs und muss sagen, dass ich hier in Ecuador die nettesten Leute kennen gelernt habe. In der Woche habe ich mir Portoviejo, die Umgebung und die Hafenstadt Manta angesehen und am Wochenende war ich mit den Freunden am Meer, wir haben verschiedene Parks besucht oder andere Sachen zusammen unternommen. Auch das Weihnachtsfest wurde zusammen verbracht. Und ich behaupte einmal, dass es nicht das letzte Mal war, dass ich die Städte Portoviejo und Manta und somit meine dortigen Freunde besucht habe.
Meine Aufenthaltsgenehmigung betrug drei Monate und somit musste ich Mitte Januar das Land verlassen. Und es gab sogar Tränen bei meiner Abreise. Nein, es waren keine Freudentränen!
Ursprünglich wollte ich ja weiter nach Kolumbien, nach Medellin, Cali und Santa Marta aber mein dortiger Bekannter den ich besuchen wollte, starb im Jahre 2014 unter merkwürdigen Umständen und das nur zwei Wochen nach seiner Hochzeit. Da er sehr vermögend war soll jetzt angeblich die Polizei in Deutschland und in Kolumbien ermitteln.
Also entschloss ich mich, wieder nach Lima zu reisen um von dort aus am 17 April wieder nach Deutschland zu fliegen.





















Freitag, 31. Oktober 2014

...ich ärgere mich

                     weil ER hier war aber leider war ich zu dieser Zeit noch nicht in Portoviejo.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Ecuador / Portoviejo

Seit vier Tagen ( abgefahren in Mancora am 24.10. ) bin ich jetzt in Portoviejo, Bundesland Manabi und ich bin etwas enttäuscht aber es war ja meine Entscheidung hierher zu fahren. Über eine Facebookbekannte habe ich ein Zimmer angemietet. Am Tag meiner Abreise aus Mancora schickte sie mir eine Mail in der sie mir mitteilte, dass ich mir hier eine Matratze kaufen müsse. Kurz gesagt, es gibt hier keine möblierten Zimmer.Nach 2 Tagen Hotelaufenthalt lernte ich dann einen Deutschen kennen, der hier ein Apartementhaus besitzt. Ein sehr schönes Haus in einer fast deutschen Bauausführung und sehr sauber. Ich hatte dann das Glück, dass er mir ein Bett, einen Tisch und einen Stuhl ins Zimmer stellte.
Hier ist das Klima auch subtropisch, sehr feuchte und warme Luft. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich nicht hierher gefahren. Und die Leute hier sind nicht so nett wie ich das bisher in Südamerika kennen gelernt habe. Was mir hier sehr gefällt, ist die Sauberkeit der Stadt und dass es hier keine freilaufenden Hunde gibt.
03.11.2014 Mit dem feuchten Klima ist es hier doch nicht so schlimm wie in Kolumbien. Vormittags ist die Luft  meistens etwas feuchter aber am Nachmittag kommt immer ein leichter Wind auf, der es erträglicher macht.07.11.2014, was mich hier sehr stört ist, dass es in den Fußgängerstreifen der Strassen Löcher bis geschätzte 1,5 Meter Tiefe gibt, die nicht abgedeckt sind. Wenn jemand da reinfällt und sich ein Bein bricht, dann ist es seine Schuld. Außerdem gefällt mir nicht, wie Hühner, die zum Verkauf gedacht sind, transportiert werden. Die Beine der Hühner werden einfach zusammen gebunden und so hängen sie dann kopfüber am Fahrrad oder am Verkaufsstand. Einfach nur schrecklich!!






Sonntag, 12. Oktober 2014

Mancora

Langsam neigt sich meine Zeit in Mancora dem Ende zu. Am 27.10.2014 werde ich mit dem Bus über Guayaquiel nach Portoviejo ( Ecuador ) fahren. Geplante Reisezeit wieder etwa 11 Stunden.
Mancora ist ein Ort an dem ich leben könnte, die Menschen sind überwiegend freundlich, das Wetter ist fast immer schön, wenn ich aufstehe ( 08.00 Uhr ) haben wir hier etwa 24 Grad und die Sonne scheint bis etwa 18.00 Uhr. Die Tagestemperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad.
Ein Ort an dem es keine Ampel und keinen markierten Fußgängerübergang gibt. Die Geschäfte haben täglich geöffnet und die Preise sind angenehm. Ich bezahle für ein Frühstück mit Rührei, 2 Brötchen, eine Tasse Kaffee und einen frisch gepressten Saft umgerechnet etwa 1,60 Euro, ein Mittag- oder Abendessen kostet ab 2,00 Euro mit Vorspeise und Getränk. Für ein gutes Essen mit gaaanz frischen Langusten / Lagostinos / Gambas bezahlt man umgerechnet etwa 4,00 Euro. Eine Übernachtung mit Dusche und Fernseher kostet hier etwa 20 Soles, das sind umgerechnet etwa 5,60 Euro. Hier kann ich sogar mit meiner Minirente gut leben. Vielleicht kehre ich eines Tages nach Mancora zurück, wer weiß.
Mancora, obwohl Touristenstadt mit 7000 Einwohner ist ein armes Dorf, manche Menschen leben in einfachen Hütten ohne Fußboden und Strom. Es gibt hier große Bäume wo eine Art Bohne wächst. Die heruntergefallenen Bohnen werden am Abend eingesammelt und entweder so gegessen oder wahrscheinlich auch gekocht.
Der Straßenverkehr ist schrecklich hier. Die Hauptstraße ( Panamericana) ist eine Verbindungsstraße die nach Ecuador führt. Stündlich befahren die Busse aus ganz Peru kommend und der gesamte Verkehr diese Straße. Schrecklich sind auch die sogenannten Mototaxis – ich schätze dass es davon alleine hier in Mancora bis zu tausend Stück gibt -, ( genau 642 registrierte Mototaxis ) denn wie ich festgestellt habe, sind die Peruaner ziemlich „lauffaul“, jeden Meter fahren sie mit dem Mototaxi. Als ich mal fragte, wo ein bestimmtes Lokal ist, wurde es mir beschrieben und gesagt, dass ich ein Mototaxi nehmen soll weil es doch weit weg ist. Der Fußweg zu diesem Lokal dauerte etwa 5 Minuten.
Man muss auch schrecklich aufpassen wenn man die Fußwege benutzt denn es gibt keine einheitliche Höhe derselben. Mal ist er eben, dann wieder bis etwa 20 Zentimeter höher oder tiefer.
Aber trotzdem gefällt es mir hier super, ich liebe das Leben hier, die Musik, ich mag die Menschen mehr oder weniger, ich liebe es, am Abend bei etwa 23 Grad draußen zu sitzen und die Menschen zu beobachten. Am 05.10. war hier Wahl und schon eine Woche vorher waren hier die Umzüge der verschiedenen Parteien. Man kann sie vergleichen wie unserem Karneval in Deutschland. Geschmückte Wagen voll besetzt mit Leuten, laute und fröhliche Musik.
Der Strand ist herrlich und angenehm sauber, an manchen Stellen gibt es reine Palmenwälder.
Ich werde Mancora verlassen mit einem etwas traurigem Gefühl denn ich mag es.

    

Freitag, 12. September 2014

und wieder nach Mancora

So bin ich eben! Habe meine Meinung wieder geändert und werde meine Reise wie geplant fortsetzen. Gesundheitlich geht es mir wieder prima. Leider kann ich meinen Flug nicht umbuchen. Also, am 26.09.2014 werde ich Lima verlassen und noch einige Tage Urlaub in Mancora machen bevor ich weiter nach Ecuador fahre.
Seit den letzten Tagen ist das Wetter hier in Lima wesentlich besser geworden, jetzt scheint die Sonne und man merkt, dass der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lässt. Frühlingsbeginn ist hier am 23.09.
 

Montag, 25. August 2014

Mancora






So, jetzt bin ich vier Wochen in Mancora und habe viele „kleine Reisen“ unternommen. Morgen, am 26.08.2012 werde ich Mancora wieder verlassen, einen Monat noch in Lima verbringen und dann zurück in die Heimat. Das aus folgendem Grund. Ich habe hier bei der Wärme die fast gleichen Probleme wie vor einem Jahr in Kolumbien. Ich bekomme sehr schlecht Luft und dadurch entwickeln sich bei mir große Angstzustände. Zwei Arztbesuche ergaben, dass ich an einer Lungenentzündung leide. Das waren auch meine Befürchtungen als ich im letzten Jahr in Kolumbien war aber die Untersuchung in Deutschland ergab diesbezüglich keine Anzeichen dafür. Aber den Ärzten vertraue ich nicht mehr, nicht hier und nicht in Deutschland. Also wird das meine „letzte große Reise“ sein und irgendwie bin ich auch müde geworden.
Die Zeit in Mancora – die Touristenstadt ohne Ampel – habe ich genossen. Täglich etwa 30 Grad, ein schönes Lebensgefühl und wenn ich daran denke Mancora morgen zu verlassen werde ich doch etwas wehmütig. Es ist zwar nicht so schön hier wie in Santa Marta und die Leute sind bis auf wenige Ausnahmen nicht so freundlich aber man kann es mit Santa Marta etwas vergleichen, nur dass dort die Temperaturen etwas höher sind, vor allen Dingen in der Nacht.
Ich freue mich auf Deutschland, auf meine Familie und hoffe, dass ich nicht wieder dieses Gefühl bekomme, unbedingt nach Südamerika reisen zu müssen obwohl ich hier ein schöneres Lebensgefühl habe.  

Sonntag, 6. Juli 2014

So, jetzt habe ich mich entschlossen wie mein weiterer Reiseweg aussieht.
Am 30.07. werde ich Lima mit dem Busunternehmen Cruz del Sur verlassen um nach Mancora zu reisen. Mancora ist ein Ort, ca. 1000 km nördlich von Lima mit etwa 7000 Einwohner, etwa 2 Autostunden von der ecuadanischen Grenze entfernt. Dort werde ich voraussichtlich bis Ende Oktober bleiben um dann weiter mit dem Bus nach Portoviejo zu fahren. Portoviejo ist eine Kleinstadt mit etwa 280.000 Einwohner, ca. 200 km nördlich von Guayaquil in Ecuador. Der bekannteste Ort in dieser Gegend ist Manta, eine Hafenstadt in der auch Kreuzfahrtssschiffe anlegen.
Hier werde ich den Jahreswechsel verbringen um dann weiter mit dem Bus von Guayaquil nach – und hier bin ich mir noch nicht sicher – entweder Pereira oder Medellin in Kolumbien zu fahren.
Im April oder Mai geht es dann noch einmal für einen oder für zwei Monate an die Karibikküste nach Santa Marta / Taganga, bevor es auf „Heimreise“ nach Deutschland geht.
Also melde ich mich das nächste Mal aus Mancora.