Dienstag, 5. Juni 2012

Lima - Piura - Huaquillas - Mancora

Es war wieder einmal soweit. Das halbe Jahr seit meiner letzten Einreise in Peru war fast um und ich hoffte an der Grenze bei der Wiedereinreise meine Aufenthaltserlaubnis erneut für ein weiteres halbes Jahr zu bekommen.
Mit der Peruvian Air ging es von Lima aus nach Piura, der nördlichste, öffentliche Flughafen in Peru. Hier merkte man schon den Temperaturunterschied zu Lima, die Temperaturen betrugen etwa 28 Grad als ich dort gegen 22.00 Uhr ankam. Nach einem ausgedehnten Abendspaziergang, natürlich zu der Plaza de Armas und einer warmen Nacht ohne viel Schlaf, ging es nächsten Tag gegen Mittag mit dem Busunternehmen "Cifa" aus Ecuador auf die fast 6 stündige Fahrt nach Huaquillas. Huaquillas war mir ja bereits aus dem Jahre 2009 in unangenehmer Erinnerung geblieben. Der Bus war schmutzig und das Personal sehr unfreundlich aber was will man erwarten bei einem Reisepreis von 9 US Dollar?
Als kleine Entschädigung blieben mir die herrlichen Bilder der großen Palmen- und Bananenplantagen während der Fahrt.
In Huaquillas angekommen und nach passieren der peruanischen Grenzstation fiel mir auf, dass es dort keine Passkontrolle an der Grenze zu Ecuador gab. Vom Busfahrer wurde mir erzählt - oder ich habe es falsch verstanden -, dass es eine Besonderheit wäre. Huaquillas gehört zwar zu Ecuador aber im Grunde genommen ist es ein weißer Fleck auf der Landkarte wo es bei der Einreise keine Passkontrolle gibt.
Mir hat Huanquliias nicht besonders gefallen - außer der dem Hotel gegenüberliegenden Parque Central Algarrobo - und so entschloss ich mich am nächsten Tag wieder zurück nach Peru und dort nach Mancora zu fahren. Mancora kannte ich schon von einem Besuch im Jahre 2009. Herrlicher Strand und viele Palmen. Die Nacht aber verbrachte ich noch in Huanquillas in einem Hotelzimmer ohne Fenster aber mit einem Deckenventilator den man zwar nicht regulieren konnte aber das war mir im Moment auch egal.

Am nächsten Tag ging ich in das Büro der Cifa um die etwa 4 stündige Fahrt mit dem Bus nach Mancora zu buchen. Aber im Büro konnte man diese Fahrt nicht buchen, das musste man direkt im Bus machen. Dann wußte ich auch warum. Die 6 Stunden Fahrt von Piura nach Huaquillas kostete 9 US Dollar und die jetzige 4 stündige Fahrt nach Mancora kostete 10 US Dollar, eine Quittung gab es nicht. Nehme an, dass der Bus- und Beifahrer sich das Geld teilten. Der Bus war wieder sehr schmutzig und das Personal auch wieder sehr unfreundlich.Wir stiegen in den Bus ein und fuhren erst einmal zur Grenzstation um wieder auszureisen. Natürlich fiel dem Beamten auf, dass ich kein Einreisestempel hatte und somit diesen einen Tag mich in Ecuador illegeal aufgehalten habe. Aber mit meiner Busfahrkarte vom Vortag konnte ich nachweisen, dass ich nur einen Tag in Ecuador war, der Beamte drückte ein Auge zu wegen der fehlenden Einreisegenehmigung.

Nach den besagten 4 Stunden kamen wir endlich in Mancora an, ich nahm das gleiche Hostal wie bereits im Jahre 2009, ich wollte wieder das Rauschen der Wellen während der Nacht hören. Und ich hatte Glück, das Zimmer lag direkt am Strand, d.h. etwa 5 Meter entfernt. Während der Nacht überlegte ich, ob es das Richtige gewesen ist so nah am Strand. Denn der Wellengang war ziemlich stark und so brauchte ich eine gewisse Zeit um mich daran zu gewöhnen und einzuschlafen. Aber es ging erst los der Krach. Denn seit dem Jahre 2009 hat sich Mancora auch geändert, sie haben eine Diskothek bekommen und die lag etwa 50 Meter Luftlinie vom Hotel entfernt.
In der dritten Nacht, ich war gerade dabei, mir einen Superburger zu kaufen, überfielen uns tausende von heuschreckenähnliche Tiere, sogenannte Grillos die zwar aussahen wie Heuschrecken aber nicht grün sondern schwarz waren. Wie ich hörte ist das eine jährliche Erscheinung die etwa eine Woche andauert. Diese Biester kamen natürlich überall rein und überall hin.
Im Grunde gnommen war es wieder eine schöne Zeit in Mancora, ich liebe Palmen, Bananenstauden, Strand, Sonne  und das Meer, das alles habe ich gehabt. Auch an die Wärme dort kann man sich gewöhnen.
Für die Busrückfahrt zum Flughafen nach Piura wählte ich dann natürlich ein anderes Busunternehmen und führ mit dem Unternehmen Eppo in einem sauberen Bus mit freundlichem Personal wieder zurück.
Fotos



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