Bevor ich etwas über meine Reise nach Chile im November 2012 schreibe, möchte ich noch etwas Allgemeines über Lima schreiben.
Vor einiger Zeit wurde ich einmal gefragt, ob Peru meiner Ansicht nach noch ein Entwicklungsland ist und damals habe ich „nein“ gesagt. Heute, nach vielen Berichten im Fernsehen und auch aus eigener Erfahrung muss ich sagen dass Teile von Peru doch den Status eines Entwicklungslandes haben. Die mir bekannten Städte hier in Peru sind Städte wie überall auf der Welt obwohl Lima mit seiner Kriminalität von den anderen Städten absticht sowie natürlich auch von der Sauberkeit. Die Stadt macht viel in Sachen Sauberkeit aber die meisten Leuten schmeißen ihren Dreck einfach auf die Straße. Lima soll auch die schmutzigste Stadt in Südamerika sein was die Abgase der Autos angeht.
Kriminalität: Sicherheitshinweise
Es ist furchtbar mit welcher Brutalität die Verbrecher vorgehen, sie schrecken nicht einmal davor zurück, kleine Kinder zu erschießen. Am hellichten Tage werden an stark frequentierten Straßen die Leute ausgeraubt, Autos angehalten und die Insassen werden ausgeraubt, dann teilweise als Geisel genommen und nach einigen Kilometer wieder freigelassen. Hier hilft dir keiner wenn du überfallen wirst, du kannst schreien, dich hört keiner, alle haben sie Angst vor einem eventuellen Schusswaffengebrauch der Banditen.
Im Fernsehen sieht man im Moment viele, durch Überwachungskameras aufgenommene Videos, wo am hellichten Tag Autos, die verkehrsbedingt halten müssen, von mehreren Männern überfallen werden. Wenn die Türen nicht verschlossen sind, werden die Leute aus dem Auto geholt, geschlagen und ausgeraubt.
Was zur Zeit wieder sehr in Mode ist hier in Lima ist das Stehlen der Schuhe, Passanten werden geschlagen, fallen zu Boden und dann werden ihnen die Schuhe von den Füßen gerissen.
Aus den Berichten im Fernsehen sehe ich auch die Brutalität der Bevölkerung in den peruanischen Dörfern. Es wird gezeigt, dass Leute, die bei einem Diebstahl erwischt worden sind, im Beisein der Polizei von den anderen Dorfbewohnern traktiert und ausgepeitscht werden, ihnen wird die Bekleidung vom Leib gerissen und dann werden sie geschlagen und nackend durch die Straßen gehetzt. Dieses Vorgehen soll noch aus der Inka Zeit stammen in der die Leute das Recht hatten jemanden zu schlagen der bei einem Diebstahl erwischt wurde. Als allerschlimmstes Stadtviertel wird Callao genannt, Callao das ist das Hafengebiet von Lima.
..der Verkehr in Lima:
ist grauenhaft. Natürlich gibt es Zebrastreifen aber als Fußgänger hast du trotzdem keine Rechte. Auch wenn die Ampel für die Autofahrer rot zeigt, heißt das nicht, dass sie auch anhalten und teilweise auch mit unverminderte Geschwindigkeit weiter fahren. Das kommt zwar nicht oft vor, habe ich aber schon erlebt. Man sollte, auch bei Grün für Fußgänger noch warten bis die Fahrspuren von haltenden Autos "blockiert" werden und dann kann man die Straße überqueren.
Die Stadt Lima hat etwa eine Länge von 60 Kilometer und eine Breite von etwa 30 Kilometer, die Busse fahren alle 3 bis 5 Minuten und jeder Busfahrer will es erster Bus an die nächste Haltestelle kommen. Ein kleiner Bus kann etwa 20 Personen befördern und befördert aber oft bis zu 40 Personen. Busfahren ist sehr günstig hier, für etwa 10 Kilometer zahlt man 1 Sol ( etwa 30 Cent ) und für weitere Fahrten 1,20 Sol, eine Fahrt von meiner Wohnung in den Norden von Lima zum Flughafen in Callao, etwa 40 Kilometer entfernt, kostet 3,50 Soles.
Klar, dass es bei 40 Personen im Bus und schnelle Fahrt, schnelles Bremsen u.s.w. "lustig" im Bus zugeht. Zwischendurch, wenn der Bus nicht so voll ist, kommen noch ambulante Händler die z.B. Buntstifte, Süßigkeiten oder andere Artikel verkaufen wollen und natürlich die Musiker die ihre Musik vortragen. Im Autoradio des Busses laufen englische Lieder und der Musiker kämpft mit seiner südamerikanischen Musik gegenan.
...die Leute
Die Leute sind mehr oder weniger freundlich vor allen Dingen gibt es sehr viele unfreundliche Verkäufer und Verkäuferinnen. Freundlichkeit im Service kennt man eben nicht. Mehrmals habe ich schon die Geschäfte gewechselt aber das andere Personal war auch nicht besser. Wenn eine Verkäuferin mal besonders unfreundlich ist frage ich sie ob sie sehr traurig ist. Wenn sie nein - warum sagt, sage ich immer weil sie ein so trauriges Gesicht machen. Manchmal kommt dann ein Lächeln, oft aber nicht.
Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der sehr niedrigen Renten ( wenn sie mal eine bekommen ) sind die Leute hier auf weitere Einkünfte angewiesen. Viele Wanderarbeiter kommen mit dem Rasenmäher ( auf dem Fahrrad ) und pflegen für wenig Geld die Vorgärten. Es gibt die Autoeinweiser die die Fahrzeuge in die Parkplätze - und wieder raus lotsen, es gibt die Verkäufer in den Autobussen, es gibt die Wagenwäscher - sie kommen mit Eimer und Zubehör zur Wohnung und waschen das Auto, es gibt die Müllsammler - Plastik, Flaschen und Pappe sind sehr begehrt - jeder versucht einige Soles zu verdienen und es gibt natürlich auch die Bettler aber sie sind unaufdringlich und denen gebe ich gerne etwas. So wie jetzt zur Weihnachtszeit stehen Hunderte von Personen vor den Geschäften und verkaufen Geschenkpapier.
Insgesamt gibt es viele Personen, die ohne Arbeit und Krankenversicherung sind und natürlich auch keinen Rentenanspruch haben. Die Einkommen hier liegen z.B. bei Polizisten und Ärzte bei umgerechnet etwa 300 Euro monatlich. Ich kenne viele Leute, die eine monatliche Rente von umgerechnet weniger als 100 Euro haben.Viele der Arbeiter haben einen Zweit- und Drittjob um über die Runden zu kommen und man sieht auch noch etwa 80 jährige arbeiten.
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Dienstag, 5. Juni 2012
Lima - Piura - Huaquillas - Mancora
Es war wieder einmal soweit. Das halbe Jahr seit meiner letzten Einreise in Peru war fast um und ich hoffte an der Grenze bei der Wiedereinreise meine Aufenthaltserlaubnis erneut für ein weiteres halbes Jahr zu bekommen.
Mit der Peruvian Air ging es von Lima aus nach Piura, der nördlichste, öffentliche Flughafen in Peru. Hier merkte man schon den Temperaturunterschied zu Lima, die Temperaturen betrugen etwa 28 Grad als ich dort gegen 22.00 Uhr ankam. Nach einem ausgedehnten Abendspaziergang, natürlich zu der Plaza de Armas und einer warmen Nacht ohne viel Schlaf, ging es nächsten Tag gegen Mittag mit dem Busunternehmen "Cifa" aus Ecuador auf die fast 6 stündige Fahrt nach Huaquillas. Huaquillas war mir ja bereits aus dem Jahre 2009 in unangenehmer Erinnerung geblieben. Der Bus war schmutzig und das Personal sehr unfreundlich aber was will man erwarten bei einem Reisepreis von 9 US Dollar?
Als kleine Entschädigung blieben mir die herrlichen Bilder der großen Palmen- und Bananenplantagen während der Fahrt.
In Huaquillas angekommen und nach passieren der peruanischen Grenzstation fiel mir auf, dass es dort keine Passkontrolle an der Grenze zu Ecuador gab. Vom Busfahrer wurde mir erzählt - oder ich habe es falsch verstanden -, dass es eine Besonderheit wäre. Huaquillas gehört zwar zu Ecuador aber im Grunde genommen ist es ein weißer Fleck auf der Landkarte wo es bei der Einreise keine Passkontrolle gibt.
Mir hat Huanquliias nicht besonders gefallen - außer der dem Hotel gegenüberliegenden Parque Central Algarrobo - und so entschloss ich mich am nächsten Tag wieder zurück nach Peru und dort nach Mancora zu fahren. Mancora kannte ich schon von einem Besuch im Jahre 2009. Herrlicher Strand und viele Palmen. Die Nacht aber verbrachte ich noch in Huanquillas in einem Hotelzimmer ohne Fenster aber mit einem Deckenventilator den man zwar nicht regulieren konnte aber das war mir im Moment auch egal.
Am nächsten Tag ging ich in das Büro der Cifa um die etwa 4 stündige Fahrt mit dem Bus nach Mancora zu buchen. Aber im Büro konnte man diese Fahrt nicht buchen, das musste man direkt im Bus machen. Dann wußte ich auch warum. Die 6 Stunden Fahrt von Piura nach Huaquillas kostete 9 US Dollar und die jetzige 4 stündige Fahrt nach Mancora kostete 10 US Dollar, eine Quittung gab es nicht. Nehme an, dass der Bus- und Beifahrer sich das Geld teilten. Der Bus war wieder sehr schmutzig und das Personal auch wieder sehr unfreundlich.Wir stiegen in den Bus ein und fuhren erst einmal zur Grenzstation um wieder auszureisen. Natürlich fiel dem Beamten auf, dass ich kein Einreisestempel hatte und somit diesen einen Tag mich in Ecuador illegeal aufgehalten habe. Aber mit meiner Busfahrkarte vom Vortag konnte ich nachweisen, dass ich nur einen Tag in Ecuador war, der Beamte drückte ein Auge zu wegen der fehlenden Einreisegenehmigung.
Nach den besagten 4 Stunden kamen wir endlich in Mancora an, ich nahm das gleiche Hostal wie bereits im Jahre 2009, ich wollte wieder das Rauschen der Wellen während der Nacht hören. Und ich hatte Glück, das Zimmer lag direkt am Strand, d.h. etwa 5 Meter entfernt. Während der Nacht überlegte ich, ob es das Richtige gewesen ist so nah am Strand. Denn der Wellengang war ziemlich stark und so brauchte ich eine gewisse Zeit um mich daran zu gewöhnen und einzuschlafen. Aber es ging erst los der Krach. Denn seit dem Jahre 2009 hat sich Mancora auch geändert, sie haben eine Diskothek bekommen und die lag etwa 50 Meter Luftlinie vom Hotel entfernt.
In der dritten Nacht, ich war gerade dabei, mir einen Superburger zu kaufen, überfielen uns tausende von heuschreckenähnliche Tiere, sogenannte Grillos die zwar aussahen wie Heuschrecken aber nicht grün sondern schwarz waren. Wie ich hörte ist das eine jährliche Erscheinung die etwa eine Woche andauert. Diese Biester kamen natürlich überall rein und überall hin.
Im Grunde gnommen war es wieder eine schöne Zeit in Mancora, ich liebe Palmen, Bananenstauden, Strand, Sonne und das Meer, das alles habe ich gehabt. Auch an die Wärme dort kann man sich gewöhnen.
Für die Busrückfahrt zum Flughafen nach Piura wählte ich dann natürlich ein anderes Busunternehmen und führ mit dem Unternehmen Eppo in einem sauberen Bus mit freundlichem Personal wieder zurück.
Fotos
Mit der Peruvian Air ging es von Lima aus nach Piura, der nördlichste, öffentliche Flughafen in Peru. Hier merkte man schon den Temperaturunterschied zu Lima, die Temperaturen betrugen etwa 28 Grad als ich dort gegen 22.00 Uhr ankam. Nach einem ausgedehnten Abendspaziergang, natürlich zu der Plaza de Armas und einer warmen Nacht ohne viel Schlaf, ging es nächsten Tag gegen Mittag mit dem Busunternehmen "Cifa" aus Ecuador auf die fast 6 stündige Fahrt nach Huaquillas. Huaquillas war mir ja bereits aus dem Jahre 2009 in unangenehmer Erinnerung geblieben. Der Bus war schmutzig und das Personal sehr unfreundlich aber was will man erwarten bei einem Reisepreis von 9 US Dollar?
Als kleine Entschädigung blieben mir die herrlichen Bilder der großen Palmen- und Bananenplantagen während der Fahrt.
In Huaquillas angekommen und nach passieren der peruanischen Grenzstation fiel mir auf, dass es dort keine Passkontrolle an der Grenze zu Ecuador gab. Vom Busfahrer wurde mir erzählt - oder ich habe es falsch verstanden -, dass es eine Besonderheit wäre. Huaquillas gehört zwar zu Ecuador aber im Grunde genommen ist es ein weißer Fleck auf der Landkarte wo es bei der Einreise keine Passkontrolle gibt.
Mir hat Huanquliias nicht besonders gefallen - außer der dem Hotel gegenüberliegenden Parque Central Algarrobo - und so entschloss ich mich am nächsten Tag wieder zurück nach Peru und dort nach Mancora zu fahren. Mancora kannte ich schon von einem Besuch im Jahre 2009. Herrlicher Strand und viele Palmen. Die Nacht aber verbrachte ich noch in Huanquillas in einem Hotelzimmer ohne Fenster aber mit einem Deckenventilator den man zwar nicht regulieren konnte aber das war mir im Moment auch egal.
Am nächsten Tag ging ich in das Büro der Cifa um die etwa 4 stündige Fahrt mit dem Bus nach Mancora zu buchen. Aber im Büro konnte man diese Fahrt nicht buchen, das musste man direkt im Bus machen. Dann wußte ich auch warum. Die 6 Stunden Fahrt von Piura nach Huaquillas kostete 9 US Dollar und die jetzige 4 stündige Fahrt nach Mancora kostete 10 US Dollar, eine Quittung gab es nicht. Nehme an, dass der Bus- und Beifahrer sich das Geld teilten. Der Bus war wieder sehr schmutzig und das Personal auch wieder sehr unfreundlich.Wir stiegen in den Bus ein und fuhren erst einmal zur Grenzstation um wieder auszureisen. Natürlich fiel dem Beamten auf, dass ich kein Einreisestempel hatte und somit diesen einen Tag mich in Ecuador illegeal aufgehalten habe. Aber mit meiner Busfahrkarte vom Vortag konnte ich nachweisen, dass ich nur einen Tag in Ecuador war, der Beamte drückte ein Auge zu wegen der fehlenden Einreisegenehmigung.
Nach den besagten 4 Stunden kamen wir endlich in Mancora an, ich nahm das gleiche Hostal wie bereits im Jahre 2009, ich wollte wieder das Rauschen der Wellen während der Nacht hören. Und ich hatte Glück, das Zimmer lag direkt am Strand, d.h. etwa 5 Meter entfernt. Während der Nacht überlegte ich, ob es das Richtige gewesen ist so nah am Strand. Denn der Wellengang war ziemlich stark und so brauchte ich eine gewisse Zeit um mich daran zu gewöhnen und einzuschlafen. Aber es ging erst los der Krach. Denn seit dem Jahre 2009 hat sich Mancora auch geändert, sie haben eine Diskothek bekommen und die lag etwa 50 Meter Luftlinie vom Hotel entfernt.
In der dritten Nacht, ich war gerade dabei, mir einen Superburger zu kaufen, überfielen uns tausende von heuschreckenähnliche Tiere, sogenannte Grillos die zwar aussahen wie Heuschrecken aber nicht grün sondern schwarz waren. Wie ich hörte ist das eine jährliche Erscheinung die etwa eine Woche andauert. Diese Biester kamen natürlich überall rein und überall hin.
Im Grunde gnommen war es wieder eine schöne Zeit in Mancora, ich liebe Palmen, Bananenstauden, Strand, Sonne und das Meer, das alles habe ich gehabt. Auch an die Wärme dort kann man sich gewöhnen.
Für die Busrückfahrt zum Flughafen nach Piura wählte ich dann natürlich ein anderes Busunternehmen und führ mit dem Unternehmen Eppo in einem sauberen Bus mit freundlichem Personal wieder zurück.
Fotos
Donnerstag, 22. März 2012
Sonntag, 11. März 2012
Samstag, 10. März 2012
Samstag, 25. Februar 2012
Einfach schön.....
..das Wetter hier in Peru, herrlicher Sonnenschein, nette und freundliche Menschen habe ich auch zwischenzeitlich kennen gelernt und schöne "Feste" gefeiert. So gefällt mir das Leben und ich hoffe, dass sich das nicht so schnell ändern wird.
Samstag, 4. Februar 2012
Wetter in Deutschland
Bisher ist hier nicht viel passiert, außer dieses herrliche Wetter seit meiner Ankunft im November und wenn ich die "Wetternachrichten" aus Deutschland lese oder die Nachrichten im Fernsehen verfolge, dann bin ich doch froh hier zu sein und nehme mir vor, auch nicht mehr über unsere "Hitze" zu meckern. Gestern, als in Hamburg, so viel wie ich gelesen habe, die kälteste Nacht dieses Jahres mit - 14 Grad war hatten wir am Tage etwa 27 Grad und in der Nacht 20 Grad. Eine Grippe habe ich auch in der letzten Woche gut überstanden. In der nächsten Woche wollen wir einen neuen Strand "besuchen", er liegt im Süden von Lima und soll wunderschön sein. Freue mich schon darauf. Heute ist "Tag des Pisco Sour" den wir heute Abend auf der Plaza de Armas hier in Surco bei Livemusik genießen wollen.
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